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Fischer schaffen Lebensraum

Biber (SH)

Gemeinde: Thayngen, beim «Hüttenleben», ca. 800m oberhalb der Badi  

Gewässertyp: Bach in monotonem 3-4 m breitem Trapezprofil. Teilweise Ufersockelverbauungen (Beton und Holz), teilweise Bestockung mit Weiden

Fischbestand: Bachforelle, Groppe, Elritze, Bachschmerle, Alet. Gem. «Aktionsplan Flusskrebse Schweiz» von 2011: Steinkrebs. Konnte allerdings seit Jahren nicht mehr nachgewiesen werden.

Zuständigkeit Uferunterhalt: Kantonales Tiefbauamt, Abteilung Gewässer

Ansprechperson: Samuel Gründler

Umsetzung: 2020/2021 (laufende Optimierung / Ergänzung)

Ausgangslage: Fehlende Dynamik und Geschiebetransport, Kaum Breiten und Tiefenvariabilität, Kaum Unterstände/Totholz, Beschattung nur Punktuell durch Weiden und Gehölz. Schlechtes Uferunterhaltskonzept

Ziel:  Lebensraumaufwertung durch Erhöhung der Strukturvielfalt mit Totholz und Schaffung von neuen Laichgebieten. Beschattung durch Ufergehölz fördern mit neuen Pflanzungen heimischer Gehölze zur Senkung der Wassertemperatur (wichtiger Rheinzubringer). Langfristig soll auch der Steinkrebs in den Projektperimeter zurückkehren. 

Massnahmen: Einbau von Lenkbuhnen aus Totholz, Pfahlbuhnen, Raubäumen und Wurzelstöcken. Neue Uferbestockung durch Schwarzerlen, verschiedene Weiden und Heckengehölze (z.B. Schwarzdorn, Kreuzdorn, Wildrosen etc.). Anbringen von Biberschutzmassnahmen bei Neupflanzungen und sensiblen Bestandsbäumen.

Baumaterial: Totholz, Armierungseisen und Eichenpfähle (mehrheitlich Meter-Spälten) zur Sicherung. Ufergehölz. Verwendete Hilfsmittel: Forsttraktor zum Materialtransport, Motorpfahlramme. 

Aufgewertete Länge: 500 m 

Baukosten (Material): 5'000 Franken. Mehrere Arbeitstage mit ehrenamtlichen Helfern 

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